Die Nachbarschaft
In und um Düsseldorf lebt eine große westafrikanische Gemeinde. Für viele unserer Stammgäste ist Eru kein exotisches Gericht, sondern das Essen ihrer Kindheit. Das prägt die Karte mehr als jeder Trend.
Über uns
Ein Restaurant, zwei Köchinnen, ein Rezeptheft, das niemand aufschreiben musste.
Die Küche
Georgette Nyambi ist in Douala aufgewachsen und hat bei ihrer Großmutter gelernt, ohne Rezept zu kochen — mit den Händen, mit dem Auge, mit dem Geschmack. Ndolé, Eru, Poulet DG: das sind keine Gerichte aus einem Kochbuch, sondern Sonntagsessen.
1998 kam sie nach Deutschland, arbeitete fünfzehn Jahre in fremden Küchen und kochte abends für Freunde weiter. Irgendwann waren es zu viele Freunde für eine Wohnung.
Ihre Tochter Marlyse ist in Düsseldorf geboren, hat Betriebswirtschaft studiert und den Rest übernommen: den Raum, die Schichten, die Rechnungen. Seit 2016 steht das Restaurant an der Musterstraße.
Warum Düsseldorf
In und um Düsseldorf lebt eine große westafrikanische Gemeinde. Für viele unserer Stammgäste ist Eru kein exotisches Gericht, sondern das Essen ihrer Kindheit. Das prägt die Karte mehr als jeder Trend.
Bitterblätter, Egusi, Waterfufu und Attiéké bekommen wir über Händler in Düsseldorf und Köln, den Fisch dreimal die Woche frisch. Was nicht da ist, kochen wir nicht — deshalb fehlt manchmal ein Gericht.
Bei uns geht niemand hungrig raus. Wer zum ersten Mal kommt, bestellt oft zu viel. Sagen Sie ruhig, dass es Ihre erste Portion Fufu ist — wir erklären gern, wie man sie isst.
Wir kochen nicht für Feinschmecker. Wir kochen für Hungrige.
Der Gastraum hat zweiundvierzig Plätze, einen langen Tisch aus Eiche in der Mitte und eine offene Durchreiche zur Küche. Abends ist es laut, freitags sehr laut. Wer es ruhiger mag, kommt dienstags oder sonntagmittags.
Bei größeren Feiern räumen wir um und stellen die Tische zusammen. Ab acht Personen bitten wir um einen Anruf, damit wir vorbereitet sind.